Am Sonntag, dem 17. Mai, um 16:00 Uhr • Schützenhaus Marienborn, Hauptstraße 17, 39356 Marienborn
Ein katholischer Wallfahrtsort und späterer beliebter Ausflugsort im Schatten des DDR-Grenzregimes: Jahrzehntelange verbanden Menschen in Ost und West den Namen Marienborn mit dem größten Grenzübergang zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Kaum jemand dachte dabei an den Ort als historische Stätte der Marien-Verehrung, eines Augustiner-Nonnenklosters und als bedeutenden Ausflugsort der Vorkriegszeit.
Als 1990 das Grenzregime endete und der Grenzübergang Marienborn von einem Tag auf den anderen zum „Lost Place“ wurde, schien dies für Marienborn Fluch und Segen zugleich zu sein: Mit der Grenze verschwanden einerseits die damit verbundenen Arbeitsplätze sowie Läden, Kneipen und Menschen im Ort. Andererseits war das Ende der Teilung eine Chance, den ältesten Wallfahrtsort Deutschlands wieder ins Zentrum der Gemeinde zu rücken und historisch bedeutsame Gebäude zu renovieren.
Wie erlebten die Menschen in Marienborn die Transformation ihres Ortes und des ehemaligen Grenzübergangs? Welche Rolle spielt der ehemalige Grenzübergang und später die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn in der lokalen Kultur? Wie prägen Teilungs- und Transformationszeit den Ort bis in die Gegenwart?
Über diese und andere Fragen laden wir zum Gespräch ein von und mit Bürgerinnen und Bürgern, u. a. mit Hendrikje Riechers-Knape, Astrid Petersen und Dr. Thomas Schmidt.
Der Eintritt ist frei.
