Wie sieht Gerechtigkeit aus? Ich habe genug – und andere?
Ein Hausherr stellt den Tag über Arbeiter für seinen Weinberg ein. Am Abend bezahlt der Verwalter jedem Arbeiter einen Denar, beginnend mit den zuletzt gekommenen. Da murren die zuerst eingestellten Arbeiter, hatten sie doch länger gearbeitet. Der Hausherr weist sie zurecht, da sie seine Güte nicht erkennen. Matthäus 20, 1-16
Jesus stellt unseren Gerechtigkeitssinn auf den Kopf, indem jeder, unabhängig von seiner Leistung, den gleichen Lohn erhält. Dies kann das Gefühl wecken, ungerecht behandelt worden zu sein. Doch Neid und Missgunst entfernen uns von Gott und einem gelingenden Leben und sind der Nährboden für die Spaltung zwischen Menschen und in der Gesellschaft. Die Würde, die Gott den Menschen verleiht, ist unabhängig von Leistung und Verdienst.
Habe ich manchmal das Gefühl, zu kurz zu kommen? Wenn ja – warum?
Warum habe ich mehr als genug zum Leben, während Milliarden Menschen nicht einmal das Nötigste haben – und was macht das mit mir?
Hand aufs Herz: fühle ich mich nicht auch manchmal ungerecht behandelt? All das Gute in unserem Leben ist jedoch ein Geschenk Gottes, das ich mir nicht verdienen kann. Dankbarkeit und Demut öffnen uns für eine Bescheidenheit, die essenziell ist im Kampf gegen die Verschwendung von Ressourcen und deren ungleiche Verteilung. Wenn wir bedingungslos füreinander da sind und nicht auf den eigenen Vorteil schauen, haben wir den ersten Schritt in eine gerechtere und lebenswerte Welt getan.
IN DIESER WOCHE
- Überlege ich, wo ich genug bin.
- setze ich mich mit meinem Lebensstil und dessen Auswirkungen auf andere Menschen vor allem in Ländern des Globalen Südens auseinander.
- überlege ich mir, wie ich mich gemeinsam mit anderen für gerechtere Lebensbedingungen engagieren kann.
Hier können Sie es nochmal nachlesen oder die Broschüre hier downloaden.
