Die jährliche Mitgliederversammlung für die Mitglieder und Fördermitglieder des Landesverbandes Braunschweig der Evangelischen Frauenhilfe e.V. fand am 26. September 2026 im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Sickte statt. Mit Spannung und froher Erwartung blickten die teilnehmenden Frauenhilfsschwestern auf die Veranstaltung, denn der Besuch der Bischöfin war angekündigt.
Als stellvertretende Vorsitzende begrüßte Elke Pink am Morgen die rund 50 Mitglieder und Fördermitglieder. In ihrem geistlichen Wort sprach sie, angelehnt an den Vers aus Prediger 3 „Alles hat seine Zeit“, über „die Zeit dazwischen“, die wir gerade in Kirche und Frauenhilfe erleben: Beide müssten sich verändern. Festhalten und loslassen, zurückblicken und aufbrechen, bewahren und ausprobieren, Tradition und Aufbruch, alles hat seine Zeit.
Wie schön, dass die neue Bischöfin Dr. Christina-Maria Bammel selbst das Grußwort der Landeskirche sprach! Das gab es ja noch nie! Ihre Frage: „Was wäre, wenn Sie aufhören würden, wenn es Sie nicht gäbe“, sprach die Frauen an. Sie gratulierte zur Arbeit der Frauenhilfe und drückte Bestärkung, Wertschätzung und Dankbarkeit aus. Es seien 40 ehrenamtliche Tätigkeiten, die das Fundament kirchlicher Arbeit bilden. Die Frauenhilfe kann Nähe schaffen, wo Einsamkeit heute ein Thema ist. Sorgearbeit und Beziehungsarbeit der Frauenhilfe sind wichtig. Ohne Hilfe wäre unsere Gesellschaft kalt. „Sie entscheiden mit!“, betonte die Bischöfin und sprach die Strukturreform in der Kirche an. Feminisierung der Kirche sei positiv zu sehen. Frau Dr. Bammel erinnerte an die kürzlich verstorbene Gertrud Böttger-Bolte in Schöningen, die sich als eine der ersten sechs ordinierten Pfarrerinnen 1968 ihren Platz in der Kirche noch erkämpfen musste. Bedankt wurde Frau Dr. Bammel, die noch weiter der Versammlung folgte, mit einem kleinen Schutzengel aus der Schülerwerkstatt der Peter-Räuber-Schule in Wolfenbüttel.
In der Kaffeepause konnten die Frauen leckeren Blechkuchen aus den Kreisverbänden genießen. Der Jahresbericht von Frau Wesarg vom Steuerbüro Bode zur finanziellen Situation der Frauenhilfe ging glatt über die Bühne. Mit kleinen Präsenten wurde Frau Wesarg für ihren guten Bericht gedankt, ebenso Kirsten Friesland für das Protokoll, Christine Focke für alle Vorbereitung der Versammlung und Adelheid Schnelle für die Betreuung des Andachtsheftes.
Der Bericht zu „Haus Daheim“ von Elke Gutmann bildete einen erfreulichen Abschluss des Vormittags. Das Haus steht gut da, der Andachtsraum ist nach einem Wasserschaden wieder gemütlich hergerichtet, für Mütter mit Kindern wurden einige 140cm breite Betten angeschafft und mit Hilfe der Spenden aus der Sammlung für die Müttergenesung und aus Kollekten war es möglich, eine Wassermassage-Liege für die Physiotherapie anzuschaffen.
Mit einem Segen endete die Mitgliederversammlung.
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