Das letzte Buch des Neuen Testaments stammt aus einer Zeit, in der Christen aufgrund ihres Glaubens in schwere Konflikte mit ihren Mitbürgern und den staatlichen Behörden geraten konnten. Wahrscheinlich ist die Offenbarung um 95 n. Chr. entstanden, gegen Ende der Regierungszeit des römischen Kaisers Domitian (81–96 n. Chr.). Domitian beanspruchte für sich den Titel „Herr und Gott“. Er ließ Statuen von sich errichten, an denen man ihm göttliche Verehrung erweisen sollte. Für die Christen begann damit eine Geschichte von Verfolgung und Leid. Die Offenbarung möchte ihnen in dieser schwierigen Situation Trost spenden. Sie ermutigt sie, ihren Glauben auch dann nicht zu verleugnen, wenn ihnen dafür Anfeindungen und Verfolgungen drohen. (Zusammenfassung: Die-Bibel.de)
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
Liebe Leserinnen, liebe Leser! Stellen Sie sich vor: Eine alte Küchenwaage steht vor Ihnen auf dem Tisch. Eine Schale ist voll mit eigenen Krankheiten, unserem Unglück, Leid und den Katastrophen und Kriegen in dieser Welt. Die andere Schale ist gefüllt mit Gottes Worten: „Siehe ich mache alles neu!“ Welche Schale unserer Waage wiegt wohl schwerer? Die Schale mit unserem Leid oder mit Gottes Worten? Es sind „nur“ fünf Wörter, die Gott uns zuspricht, aber sie haben noch mehr Gewicht, als das Elend in der Welt.
Was wir erdulden und erleiden müssen, hat einmal ein Ende – anders als die Herrlichkeit, die wir dann erfahren werden. Es gibt keine Instandsetzung des Alten, denn Gott sagt uns zu: „Ich will eine neue Erde machen und einen neuen Himmel.“ (Off 21,1) Also, weg mit dem Alten, weg mit dem, was Körper und Seele bedrückt und einen zerstörerischen Einfluss auf uns hat. Es entsteht etwas völlig Neues.
Geht es Ihnen manchmal auch so: Da ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Von allen Seiten stürzen die Schwierigkeiten auf mich ein. Die Worte „Siehe, ich mache alles neu“ sind dann starke Worte. Gott weiß, dass wir diese starken Worte brauchen. Sie können zum Ankerplatz in unserem Leben werden, weil Gott unsere Schwächen und Fehler und unseren ach so schwachen Glauben kennt.
Wir dürfen auf seine Zusage, alles neu zu machen, vertrauen und an seiner Verheißung festhalten. Wenn Chaos und Schmerz von uns Besitz nehmen, werden wir oft mutlos und verzagen. Aber wir können gewiss sein: Gott beginnt jetzt schon in unserem Herzen. Wenn wir Gott Raum geben, kann Veränderung geschehen: aus Hass wird Versöhnung, aus Krankheit wird Heilung … Gottes bedingungslose Liebe wird auch für die Zukunft Geborgenheit und Schutz geben. Wir werden ermutigt, an Gottes Wort jederzeit festzuhalten.
Gebet
Herr, wenn ich in Not und Elend meines Lebens
das Licht am Ende des Tunnels nicht mehr sehe,
dann sende DU dein Hoffnungslicht,
dass ich meine Angst verliere.
DU sprichst mir zu: „Siehe, ich mache alles neu!“
Halte mich geborgen in deiner Liebe. Amen.
Segen
Gottes Segen sei mit dir und stärke dich.
Er gebe dir Mut und Zuversicht für dein Leben.
Es segne dich der dreieinige Gott,
der Vater, der Sohn, der Heilige Geist. Amen.
Lieder
EG 324,1,2,10,12,15,17 Ich singe dir mit Herz und Mund (Auswahl)
EG 327,1-4 Wunderbarer König
EG 533,1-3 Du kannst nicht tiefer fallen
